Smartwatch Pebble Time GPS & Navi Special

Smartwatches sind der aktuelle Trend. Die Pebble Time überzeugt mit einem outdoortauglichen Display und langer Akkulaufzeit. Wir wollten wissen, was die Smartwatch im Bereich GPS-Navigation zu bieten hat. Welche Apps gibt es und wie praxistauglich ist die Pebble Time für Navi-Anwendungen …

Pebble Time

Ist man zu Fuß unterwegs und will GPS-Navigation nutzen, ist es von Vorteil die Hände frei zu haben.  Eine der Lösungen besteht aus Uhren mit eingebautem GPS-Empfänger, eine andere sind Smartwatches wie die von uns in diesem Test vorgestellte Pebble Time. Bisher gibt es jedoch nur wenige GPS-Uhren, welche eine Navigation oder gar eine Karte ans Handgelenk bringen. Zu erwähnen wären an dieser Stelle unter anderem die GPS-Uhren Garmin Fenix, die neue Garmin Epix oder auch die Suunto Ambit. Doch immer mehr Smartwatches drängen auf den Markt und bieten ebenfalls die Möglichkeit, zusammen mit einem Smartphone bestimmte Navigationsfunktionen zu nutzen. Vor diesem Hintergrund haben wir uns die neue Pebble Time angesehen und auf ihre Fähigkeiten im Bereich Navigation getestet.

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Pebble Time

Die Pebble ist mit nur 42,5 Gramm eine äußerst leichte und mit den Abmessungen 40,5 x 37,5 x 9,5 mm äußerst schlanke Smartwatch. Eine Besonderheit gegenüber vielen Konkurrenten ist das 1,25-Zoll-Display, welches durch eine E-Paper-Technologie besonders wenig Energie verbraucht. Die Akkulaufzeit wird mit bis zu 7 Tagen angegeben, welche wir allerdings bei intensiver Nutzung zu Navigationszwecken nicht erreicht haben. Doch selbst wenn der Akku schon nach 3 – 4 Tagen wieder aufgeladen werden muss, die Laufzeit ist für die Nutzung als Navigationshilfe mehr als ausreichend und liegt in der Regel über der von klassischen GPS-Uhren, welche im Gegensatz zur Pebble Time wiederum auch über einen eingebauten GPS-Empfänger verfügen. Die Pebble Time besitzt einen eingebauten elektronischen Kompass sowie einen Beschleunigungs- und Lagesensor, welcher von Apps als Schrittzähler ausgewertet werden kann.

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Wettervorhersage kein Problem
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Rückseite mit Smart Accessory Port
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Schlankes Design

Das Display der Pebble Time hat eine Auflösung von 144 x 168 Pixel, was für eine Smartwatch nicht besonders hochauflösend ist und die Verwendung zur Kartendarstellung bereits deutlich einschränkt. Das Display kann 64 Farben zeigen und verfügt über eine Hintergrundbeleuchtung. Es reflektiert Licht, so dass die Ablesbarkeit mit steigender Umgebungshelligkeit zunimmt. Deshalb ist der Bildschirm unter Outdoorbedingungen, vor allem im Sonnenlicht, hervorragend abzulesen. Ist das Umgebungslicht dagegen gering, z.B. in geschlossenen Räumen, ist die Ablesbarkeit stark eingeschränkt. Die zu schwache und nicht regelbare Hintergrundbeleuchtung hilft in diesem Fall nur bedingt. Ferner ist das Display nicht als Touchscreen ausgelegt und die Bedienung erfolgt stattdessen über die vier seitlichen Tasten. Da die Tasten einen recht hohen und wenig präzisen Druckpunkt haben, ist die Bedienung über die Tasten gewöhnungsbedürftig.

Die Vorderseite wirkt mit seiner Edelstahl-Einfassung und dem Display aus Gorilla Glas noch recht hochwertig, das Gehäuse inkl. der Rückseite dagegen sind aus Kunststoff gefertigt und machen keinen edlen Eindruck. Nichtsdestoweniger ist das weiche Armband komfortabel. Und durch das geringe Gewicht und die leichte Krümmung der Uhr ist die Pebble Time insgesamt bequem zu tragen.

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Pebble Time vs Garmin epix
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wasserdicht bis 30 Meter

Die Pebble Time besitzt ein Mikrophon, um Nachrichten über eine Spracherkennung beantworten zu können (siehe Video). Eine akustische Ausgabe z.B. von Navigationshinweisen ist nicht möglich. Alternativ verwenden einige Pebble-Navi-Apps den eingebauten Vibrationsalarm, mit dem sie Richtungen oder Manöver ankündigen. Der Vibrationsalarm ist ausreichend stark, um diesen auch während einer Aktivität z.B. beim Joggen gut wahrzunehmen. Leider ist er nicht besonders leise, so dass er einem akustischen Alarm sehr ähnlich ist.

An der Rückseite befindet sich der Smart Accessory Port, welcher es Zubehörherstellern ermöglichen soll, z.B. Akku- oder Sensorarmbänder für die Pebble Time anzubieten. Zum Zeitpunkt des Tests waren jedoch noch keine alternativen Armbänder verfügbar.

GPS-Empfang

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GPS-Vergleichstest

Das gesamte Konzept der Pebble Time ist auf die Verbindung mit einem Smartphone ausgelegt. Alle Informationen zum Standort werden über das Smartphone per Bluetooth LE übermittelt. Somit ist die Qualität der Standortermittlung in erster Linie vom verwendeten Smartphone abhängig. In unserem Vergleichstest GPS-Empfang Smartphones werden jedoch die Einschränkungen gegenüber klassischen Outdoor-GPS-Geräten deutlich gezeigt, denn auch GPS-Uhren kommen in der Regel durch die kompakte Bauweise der Antenne nicht an den Empfang von Outdoor-Handgeräten heran. Wer eine Smartwatch zur Navigation nutzt, wird sein Smartphone nicht wie in unserem Test in der Hand halten, sondern es in der Hosentasche oder im Rücksack mit sich führen. Dieser Umstand verschlechtert den GPS-Empfang noch mal deutlich, so dass in der Praxis mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen ist. Die beste Position für ein Smartphone ist in diesem Fall nicht die Hosentasche, sondern die Deckeltasche eines Rucksacks. Der Körper schattet den GPS-Empfang eindeutig stärker ab, als der dünne Stoff des Rucksacks.

Video

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