Connected Biking- Cobi im Test 2017

Licht, Navigation, Features, Kurzfassung & Fazit

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Licht und Schatten, ähm, Navigation

So begeistert wie wir von der Cobi-Hardware und besonders dem Lichtsensor sind, so sehr entzaubert uns die Navigation. Beginnen wir aber mit dem, was Cobi wirklich richtig gut kann, die Beleuchtung.

Die Frontlampe ist vertikal stufenlos schwenkbar. Somit kann der „korrekte“ Winkel auf den Asphalt unabhängig von der Größe des Fahrrads eingestellt werden. Und mit „korrekt“ meinen wir, dass es nach deutschem Recht ein Gesetz gibt, was den exakten Winkel des Frontlichts vorschreibt. Wem das neu ist, der kann sich die Infos hier holen: Positionierung der Frontleuchte nach StVZO §67, Absatz 3 (Sprache in Deutsch-Übersetzung änderbar). Die Lichtausbeute des intelligenten AmbiSense-Systems ist exzellent, so dass der Lichtkegel den Fahrbahnbereich breit und kräftig ausleuchtet. Es ist kein warmes, eher ein kraftvoll, klares Licht, wenngleich nicht grell.

Die Lichtintensität kann in drei Stufen mittels App entweder automatisch oder manuell eingestellt werden. Die Beleuchtungsstufen des LED-Lichts sind Tagfahrlicht, Abblendlicht und Fernlicht. Befindet man sich innerhalb der App im Startbildschirm, dem sogenannten Dashboard-Modus, dort wo die Wetterprognose zu sehen ist, kann man das Licht manuell mit den Oben-/Unten-Buttons des Controllers heller und dunkler stellen. Dazu genügt ein längerer Druck der vertikalen Tasten. Alternativ ist auf jeder Seite der App das Fahrradlicht-Symbol eingeblendet. Tippt man mehrmals mit dem Finger darauf, kann man die Lichtstufe anpassen. Zusätzlich ist seitlich am Hub ebenfalls ein kleiner gummierter Button, über welchen das Licht verändert werden kann, sollte das Smartphone mal in der Tasche verschwinden müssen.

Oder aber, man schaltet die automatische Steuerung der Lichtsensoren ein, welche am Cobi Hub integriert sind und das Umgebungslicht unabhängig vom Smartphone erkennen. Die Licht-Automatik ist unserer Meinung nach gleich nach dem Daumen-Controller das beste Feature am Cobi. Sie funktioniert zuverlässig und bietet mit dem Tagfahrlicht besonders im Stadtverkehr optimale Sichtbarkeit. Es war amüsant, aber auch überraschend eindrucksvoll zu beobachten, wie viel mehr Autofahrer und Fußgänger einen wahrgenommen haben. Sicherlich nimmt der Einfluss der Exklusivität etwas ab, wenn alle mit Fahrradlicht herumfahren. Besser gesehen, wird man allerdings alle mal. Das zeigt das Testergebnis eindeutig.

  

Nun ist es soweit. Wir wenden uns der Schattenseite des Cobi zu – der Navigation. So arg wie es klingt, ist es natürlich nicht. Doch Cobi gelingt selbstredend nicht, was Profi-Routenplaner wie komoot vollbringen. Für die Navigation lassen sich Offline-Karten, die auf OpenStreetMaps basieren, herunterladen. Die Offline-Navigation ist prima gelöst. Obwohl sich das Smartphone im Flugmodus befindet oder keine Internetverbindung besitzt, kann eine Route berechnet werden. Ohne eingeschaltete Bluetooth-Funktion, verweigert Cobi allerdings seine Navigationsdienste. Zudem fragt die Cobi App für Android-Geräte nicht, ob man die Karten auf dem internen Speicher, der schon mal knapp ausfallen kann, ablegen möchte oder auf der Speicherkarte. Glücklicherweise können auch einzelne Städte, sogar Bundesländer separat heruntergeladen werden. Das Bundesland NRW schlägt mit etwa 300 MB zu Buche, für ganz Deutschland werden 1,2 GB benötigt.

Erfahrungen – Einige Tage mit Cobi unterwegs

Auf mehreren Testfahrten inspizieren wir die Navigation mit einem Android-Smartphone und einem iPhone. Die Kartenansicht ist wahlweise in 3D oder in 2D verfügbar, falls man einmal eine einfachere Übersicht zur Orientierung benötigt. Ein einfacher Tastendruck auf die mittlere Taste am Daumenschalter während der Navigation genügt. Eine weitere Bedienungsmöglichkeit der Navigationskarte und eine tolle Idee ist die Zoomfunktion über den Lenkerschalter. Das möchte man nicht mehr missen. Mit den Oben-/Untentasten zoomt man hinein oder hinaus. Insgesamt ist die Straßenkarte übersichtlich und hübsch anzuschauen.

Die Zieleingabe erfolgt entweder klassisch per Tastatur, indem man die Adresse ins Suchfeld eingibt oder per langem Klick auf die Karte, wobei man den Zielpunkt markiert. Weiterhin können importierte Kontakte, sofern für diese eine Adresse hinterlegt ist, Favoriten, POIs oder eine komoot-Route zur Navigation ausgewählt werden.

Etwas irritierend fanden wir, dass die Cobi-App manchmal nicht die richtige Ansichtsausrichtung wählt und Inhalte in Hochformat anzeigt, obwohl das Smartphone im Querformat am Hub steckt. Hat man z.B. das Ziel vor Fahrtantritt im Hochformat eingegeben und startet dann die Navigation, wechselt Cobi automatisch in die Landscape-Ansicht im Querformat.

Will man jetzt während der Fahrradtour eine Zieländerung vornehmen, erscheint die Zieleingabe wieder im Hochformat. Dann muss man den Kopf verdrehen oder das Smartphone aus der Halterung nehmen und es ins Querformat kippen – etwas was uns recht häufig passiert ist.

Routenberechnung mit wenig Alternativen

Zur Routenberechnung ist jeweils unser Mountainbike-Profil voreingestellt. Hierbei rechnen wir eigentlich ganz fest mit der Bevorzugung von nichtasphaltierten Wegen. Doch das funktioniert leider fast überhaupt nicht. Immer wieder schickt Cobi uns in die Betonwüste, welche häufig sogar mit größeren Umwegen verbunden ist als der unmittelbare Weg durch den Wald. Außerdem fehlt es Cobi offensichtlich an Alternativen, denn oft sind kaum Unterschiede zwischen schnellster und kürzester Route auszumachen. In Großstädten scheint sich Cobi offensichtlich wohler zu fühlen. Da gab es durchaus eindeutige Differenzen zwischen der schnellsten, kürzesten oder ruhigsten Strecke. Höchstwahrscheinlich bedingt dadurch, dass es in der City nicht unbedingt so viele Waldwege wie außerhalb gibt. Cobi kennt unserer Ansicht nach nicht so viele Waldwege, die er in die Routenkalkulation einbezieht. Uns fehlen ein wenig die Optionen, wie Zwischenziele hinzuzufügen oder die Route zu verändern.

Auf dem Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad berechnet die Cobi-App für uns die schnellste Strecke. Wir kennen ab der Hälfte der Strecke einen besseren Weg und verlassen den berechneten Abschnitt. Cobi will natürlich zurück – nur leider immer noch, nachdem wir uns schon meilenweit von dem berechneten Pfad entfernt haben und es kluger und vor allem schneller wäre, einen anderen Weg zu fahren und zwar unseren. Bedauerlicherweise ist die Cobi-App bei Abweichungen von ihrer eigenen berechneten Route nicht flexibel genug. Cobi berechnet zwar Alternativen und bittet uns nicht immer wieder umzudrehen, das ist schon mal prima, aber er will partout auf seine ursprünglich berechnete Route zurück.

Als schnellste Route empfiehlt Cobi trotz Mountainbike-Profil die Route entlang einer Bundesstraße, obwohl der Waldweg schneller, kürzer und ruhiger wäre

komoot: eine Bereicherung für Cobi

Die Routenqualität seitens Cobi ist durchwachsen. Ruhige Strecken kennt Cobi, aber sie sind nicht so auserlesen wie bei komoot, wo Nutzer ruhige Strecken mit Sinn für das Schöne aufzeichnen und bereitstellen. Selbstredend kann komoot ebenfalls selbständig passende Mountainbike-Strecken berechnen. Zum Glück gibt es die komoot-Touren für ruhige Strecken. Ohne komoot würde Cobi in der Disziplin der Navigation noch schlechter abschneiden. Um eine geplante Tour von komoot zu sehen, koppelt man sein bestehendes komoot-Konto in den Einstellugen der Cobi-App. Bei der Zieleeingabe erscheint dann „komoot Touren“ zum Auswählen. Hat man mehrere Touren importiert, werden diese nacheinander angezeigt.

Bei Abweichungen von der geplanten komoot-Route, wird der Routenverlauf recht schnell angepasst und ein Weg zurück auf die geplante Tour gefunden. Auch wenn man seine Fahrt von einem beliebigen Punkt auf der komoot-Strecke startet, merkt Cobi recht schnell, ob man zum Start oder von eben dieser beliebigen Stelle entlang der Tour weiterfahren möchte. Selbstverständlich versucht Cobi uns zunächst zum Startpunkt zu leiten. Das finden wir optimal. Cobi kann beides, denn genauso häufig wie man sich bei einer unbekannten Rundfahrt zunächst zum Startpunkt leiten lassen möchte, wenn man nicht direkt auf der Route einsteigt, genauso oft kommt es vor, dass man schon auf der Route startet und auf der Route weiter will.

Aufzeichnung und Export seiner Ausflüge kann man in den Einstellungen einrichten. Dort wird festgelegt, dass die getrackte Aktivität automatisch an komoot, Strava oder Google Fit übertragen wird. Es gibt aber keine „Trackspur“ auf der Karte, an der man sich orientieren könnte. Das Aufzeichnen der zurückgelegten Strecke gelingt aber mit Cobi und komoot oder wahlweise Strava.

Navigationsansagen

Die Ansagen können entweder mittels Cobi-Lautsprecher oder Bluetooth-Headset wiedergegeben werden. Über den Lautsprecher hört man bei guten Bedingungen gut, bei schlechten, nur ungenügend. Auf unserer Testfahrt z.B. war es windig und Cobi musste sich schon sehr bemühen – wir im Übrigen ebenso. Erst als das Smartphone voll aufgedreht und die Cobi-App-Lautstärke auch ordentlich hochgestellt war, hörten wir, wo es langgeht. Demgegenüber ist die Qualität der Headset-Sprachansagen hervorragend.

Inhaltlich gibt es allerdings hier und da Fehlinformationen, z.B. im Kreisverkehr. Dort erhalten wir nicht selten Abbiegekommandos, die uns zum Verlassen des Kreisverkehrs auffordern, obwohl es geradeaus durchgeht. Des weiteren scheint uns die Cobi-Navigation etwas träge zu sein. Die Annäherungsanzeige vor einem Abbiegevorgang hinkt etwas hinterher, so dass wir uns anfänglich nicht sicher waren, wann genau wir abbiegen sollen und das eine oder andere Mal an der entscheidenden Kreuzung fast vorbeigefahren sind. Wahrscheinlich alles eine Sache der Gewöhnung.

An einem Punkt unserer Testfahrt, hat Cobi offensichtlich keinen guten GPS-Empfang und zeigt nicht die tatsächliche Posistio an, sondern ein Teilstück voraus auf der berechneten Strecke – selbst als der Fahrradfahrer diesen Abschnitt schon längst verlassen hat. 50 Meter später schwenkt die Anzeige dann doch auf den tatsächlich gefahrenen Weg um. Ob das nur ein Ausnahmefall war, wir wissen es nicht. Es passierte jedenfalls nicht noch einmal. Dafür friert die Cobi App einmal mitten im Wald ein. Die Karte bewegt sich zwar nicht weiter, doch einige Funktionen sind ausführbar, so dass man erst gar nicht auf die Idee kommt, dass die App abgestürzt ist. Zudem erfolgt keine Fehlermeldung. Nach einem kompletten Neustart der Cobi-App geht es weiter im Wald.

Mountainbike-Route am Wald vorbei –  Cobi allein im Wald – Gelegentlich merkwürdige Neuberechnungen in der Stadt (Bilder von links nach rechts)

Weitere Features

Zwischen den einzelnen Funktionen springt man mit den Oben- und Unten-Richtungspfeilen, die in Steuerkreuzform auf dem Daumen-Controller angeordnet sind. Mit dem mittleren Button bestätigt man die Auswahl. Zu den Fahrtinformationen zählen Angaben wie die aktuelle Geschwindigkeit, Streckenlänge, Gesamt- und Tageskilometer, Dauer, Höhenmeter, Uhrzeit und Sensorenangaben wie Trittfrequenz, Kalorien etc.

Auf dem Startbildschirm verrät die lokale Wettervorschau im 15-Minuten-Takt, welche Wetteraussichten bevorstehen. Eine Zeitleiste am unteren Bildschirmrand informiert für die folgenden 105 Minuten. Des Weiteren kann das Laden des Smartphones aus- und angeschaltet sowie die Sprachausgabe und das Licht angepasst werden.

Der Musik- und Telefonbereich kann ergänzend zum Daumen-Controller via Bluetooth-Zubehör wie Kopfhörer oder Headset angesteuert werden. Um mit der Freisprecheinrichtung telefonieren zu können, wird das Telefonbuch des Smartphones in die App geladen. Bei Android-Smartphones müssen die Kontakte zuvor festgelegt werden, indem ein Kontakt als Favorit markiert wird. Erst dann erfolgt die Anzeige in der Cobi App. Anschließend kann man mit den Controller-Tasten einen Kontakt anwählen, anrufen sowie ein Gespräch beenden. Das Telefonieren über die Sprachausgabe des Hubs ist nicht besonders effektiv. Die Fahrtgeräusche tragen die Stimme überall hin, nur nicht an die eigenen Ohren. Spricht man selbst, hört die Person am anderen Ende ebenfalls ein gehöriges Rauschen, weil die eigene Stimme während der Fahrt nach hinten getragen wird und vorne am Hub dementsprechend wenig ankommt. Die Empfehlung ist daher, unbedingt mit Bluetooth-Kopfhörern oder -Headsets zu arbeiten oder im Stand zu telefonieren. Kabelgebundene Kopfhörer dienen sicher der Hörqualität, nicht jedoch der Fahrsicherheit.

Das gleiche gilt für Musikfreunde. Was auf die Ohren gibt es sowohl über die Lautsprecher des Cobi als auch über Bluetooth- bzw. kabelgebundene Kopfhörer. Wenn man weniger die Umgebung beschallen, als selbst Freude an der Musik finden möchte, nutzt man letztere Option. Der Audiozugriff erfolgt entweder per Streaming über Spotify, bei Abruf von lokal gespeicherter Musik oder Podcasts. Bevor Cobi den Podcast oder die Playlist übernimmt, müssen diese in der entsprechenden App wie z.B. Spotify ausgewählt werden. Man muss den Player also vorher öffnen und die Playlist starten. Nur so gelangen die abzuspielenden Musikstücke in die Cobi App. Per Daumendruck wird die Lautstärke geändert und die Wiedergabe der Songs gestartet, pausiert oder gestoppt.

Weitere Apps wie Apple Health oder Strava können mit der App kommunizieren, um die getrackten Fitnessdaten wie Kadenz oder Herzfrequenz zu speichern. Bezüglich der Kopplung von Sensoren können wir keine Beanstandungen melden. Der Test, sich mit einem Bluetooth-Herzfrequenz-Gurt zu verbinden, lief problemlos vonstatten. Die Detailliertheit der angezeigten Fitnessinformationen war zum Zeitpunkt unseres Tests noch relativ spärlich. Außer der insgesamt und aktuell verbrauchten Kalorien, der Trittfrequenz und in welchem Trainingsbereich (Fatburn oder Leicht) man sich gerade bewegt, wurden keine weiteren Einzelheiten gemeldet. Im Juli 2017 kam dann erfreulicherweise ein Update, mit dem Cobi ein neues Fitness-Dashboard erhielt. Im neuen Fitnessbereich sind weitere Fitnessfunktionen ergänzt worden, wie z.B. Echtzeit-Fitnessdaten und Durchschnittswerte für Puls, Trittfrequenz (werden bei eBikes automatisch an COBI übetragen) sowie verbrannte Kalorien und Höhenmeter.

Gemäß Hersteller gibt es ab November neue magnetlose Geschwindigkeits- und Trittfrequenzsensoren direkt von Cobi. Sie sollen die exakten Fitnessdaten in Echtzeit an die Cobi App übermitteln, von wo die Distanz und Dauer der zurückgelegten Strecken bei Fahrtende automatisch an Google Fit, Apple Health oder Strava exportiert werden können – Automatik ist einstellbar. Bei den Apps wie Google Fit und Strava können außerdem die Sensordaten, Leistung, GPS-Strecke und Höhenmeter abgelesen werden. Nun lassen sich Puls, Kadenz und verbrannte Kalorien ebenso graphisch darstellen.

Kommen wir zu guter Letzt zur Diebstahlschutzfunktion. In unserem Test die Cobi-Alarmanlage. Auf dem Gelände eines Fitnessstudios stellen wir unser Mountainbike in einem Fahrradständer neben den dicht an dicht stehenden Fahrrädern ab und schalten die Alarmanlage per App scharf. Ein Knopfdruck genügt. Jetzt nur noch die Sporttasche hinten aus der Klick-Fix-Halterung schnappen und ab zum Sport. Irgendwie will die Klick-Fix-Halterung heute nicht und das Zuppeln am Rucksack weckt die Alarmanlage. Es ertönt ein noch relativ leises Warnsignal. Der Rucksack muss aber schließlich ab. Der Warnton von Cobi wird lauter und schriller und das Frontlicht fängt an zu blinken. Cobi zieht die ersten Blicke auf sich. Irgendwie unangenehm. Funktioniert also gut.

Die Erschütterungssensibilität ist in drei Stufen regulierbar. Da die Fahrradständer an dem Tag absolut vollgestellt sind und die Nachbarn nicht an ihr Fahrrad kämen, ohne hier und da mal unser Fahrrad anzufassen, entscheiden wir uns, die Sensibilität von Cobi in den App-Einstellungen runterzuregeln. Die Halter der Nachbarräder kriegen sonst Zustände oder werden ärgerlich. Das sollte man immer in Betracht ziehen. Ebenso sollte man an stürmischen Tagen vielleicht erst testen, wie Cobi reagiert, bevor man die umliegenden Geschäfte oder Häuser mit den Warnsignalen nervt. Wer den Hauptakku des Hubs zur Sicherheit nicht am Fahrrad lassen möchte, kann dennoch vom Alarm Gebrauch machen. Ein zusätzlich integrierter Akku liefert Cobi der Alarmanlage bis zu etwa 48 Stunden Strom.

Zusammenfassung Fazit

Super ist der Daumenschalter und damit die einhergehende Verkehrssicherheit sowie eine einfache Steuerung der Navigationskarte, besonders der Zoomfunktion. Die benötigt man im von der Halterung abhängigen Querformat öfters. Besonders gefallen hat uns noch die Möglichkeit der Offline-Navigation, das üppige Frontlicht mit Lichtautomatik und das Oberflächen-Design der App, das eine intuitive Bedienung verspricht. Zudem liefert Cobi super stabile Materialqualität und gute Hardware.

Ja! Cobi hat viele Stärken. In der Navigation liegen diese bedauerlicherweise nicht. Die Abbiegehinweise kommen mal rechtzeitig, mal nicht. Die von Cobi vorgeschlagenen Routen sind nicht zufriedenstellend. Die App sucht beispielweise für Mountainbikes zu viel asphaltierte Strecken und bei der spontanen Routenberechnung duldet die Cobi App keine Widerrede – es wird gefahren, was vorgeschlagen wurde. Eine Erlösung ist da komoot. Damit machen alle Touren Freude.

Die Funktionen des Fitnessbereichs waren in unserem Test noch nicht so detailreich und umfangreich. Dem kam der Hersteller aber ratzfatz nach und lieferte im Juli ein Update mit neuem Fitness-Dashboard. Jetzt kann sich die Cobi App auf dem Fitnessgebiet sehen lassen. Der Musikbereich, die Wettervorhersage und auch die digitale Klingel sind nett gemacht. Es macht Laune diese Features zu benutzen. Der Lautsprecher ist eigentlich nur für die Klingel gut, weil Telefonieren und Musikhören darüber keinen Spaß macht, insbesondere nicht, wenn es windig ist oder wenn man die Regenschutzhülle angezogen hat. Dann hört man wirklich gar nichts.

Bedauerlich fanden wir, dass kein Netzteil mitgeliefert wurde. Klar, jeder Haushalt besitzt irgendwie ein Netzteil, sei es vom Smartphone oder Tablet, dennoch sollte Cobi ein eigenes Netzteil mitliefern, für den Preis sollte das machbar sein. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Ladezeit. Es dauert ewig, Cobi zu laden – mit einem iPhone-Netzteil (10 W und 2,1 A Output) etwa 10 Stunden. Es scheint aber nicht am Smartphone-Netzteil zu liegen, denn ein 10-W-Netzteil müsste einen 22-Wh-Akku locker in 2 – 3 Stunden laden. Möglicherweise liegt es an der geringen Stromaufnahme des Cobi-Akkupacks. Wir wissen es nicht und lassen einfach nur stehen, dass wir lange laden mussten. Wenigstens gibt es ab November ein neues Akkupack, welches sich flotter laden lassen soll und auch mehr Kapazität mitbringt. Ob man an der Schraube Netzteil auch noch drehen könnte? Die wichtigste aller Fahrradkonnektivitäten in Bezug auf Energie fehlt Cobi – noch jedenfalls – muss man dazu sagen: Die Aufladbarkeit des Akkus durch einen Dynamo. Ab November gibt es endlich das Dynamo-Kabel zum Befestigen an der Fahrradnabe, auf das wir bereits sehr gespannt sind.

Wann macht Cobi am meisten Sinn?

Beim Cobi stellt sich nicht so sehr die Frage, ob er empfehlenswert ist, sondern für wen der Cobi empfehlenswert ist. Am meisten profitieren Radler mit einem E-Bike, das bereits mit Cobi kompatibel oder gar werksseitig ausgestattet ist. Ebenso bereichert Cobi ein cooles Mountainbike ohne bzw. ohne gute Lichtausstattung. Dann bekommt man mit dem Cobi eine tolle automatisch regulierte Lichtausbeute samt stabiler Smartphone-Halterung – mit der kleinen Einschränkung, dass Android-Smartphones nicht vor Regen und Staub geschützt werden. Ein Outdoor-Case muss man selbst organisieren. Auch für Hobby-Radler, die ihre Freizeit oft auf dem Fahrradsattel verbringen, und lange Touren fahren, ergibt sich durch die Möglichkeit, die gesamte Cobi-Elektronik an den Nabendynamo zu schließen und zu laden, eine smarte Lösung.

Der Cobi ist aller Wahrscheinlichkeit nichts für Rennradfahrer, die vor jedem Gramm zu viel erschauern und an jeden einzelnen Teilen möglichst einsparen wollen. Denn durch sein ziemlich hohes Gewicht gewinnt der Cobi zwar an Robustheit, weniger aber an Beliebtheit bei „Grammzählern“. Fakt ist, dass die Verwendung des Smartphones auf dem Rad mit Cobi wesentlich sicherer wird, sei es mittels Daumen-Controller oder bombensicherer Halterung. Wem dann noch die oben beschriebenen zusätzlichen Cobi-Features an seinem Radl fehlen, dem sei der Cobi wärmstens empfohlen. Man muss schon ein bisschen Technik-Nerd sein, um den Cobi so richtig zu mögen. Wir jedenfalls mögen Cobi und seine stetigen Verbesserungen und Erweiterungen.

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Preis und Bezugsquelle

Der Cobi kann im hauseigenen Online-Shop und seit April 2017 auch in den 43 Shops sowie im Webshop der Apple-Handelskette Gravis erworben werden. Neu oder gebraucht, gibt es den Cobi auch bei eBay, außerdem auch den Cobi.bike Plus als Komplettpaket für EUR 314,95 € bei Amazon . Im Sortiment stehen sowohl für Android-Smartphones als auch für iPhones drei Versionen zur Verfügung. Die von der Ausstattung schmalste Sport-Ausführung kostet 249 EUR, die Standardversion ohne Rücklicht gibt es für 299 EUR und das Komplettpakett mit Rücklicht 339 EUR.


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