Garmin Forerunner 35 GPS-Laufuhr für Einsteiger im Test

Training-, Schlaf- und Smartwatch-Funktionen + Fazit

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Garmin Forerunner 35 Test: Training

An der reduzierten Auswahl an wählbaren Aktivitäten zeigt sich, dass es sich um eine Einsteiger-Laufuhr handelt. Trotz dessen bleiben die Optionen Im Freien Laufen, Gehen, Radfahren sowie Indoor Lauf und Cardio. Die ersten drei sind standardmäßig GPS-gestützt, während Indoor Lauf und Cardio ohne GPS-Unterstützung funktionieren. Hat man eine der Aktivitäten angesteuert, kann durch die wählbaren Laufmodi Laufen/Gehen, Virtual Pacer und Intervalle sowie Alarme für Zeit, Distanz, Kalorien und Herzfrequenz ein Training eingestellt werden. Die Laufuhr liefert über Vibration, verschiedene Piepsignale und Einblendungen von Text/Symbolen wie „Guter Pace!“ oder „Herzfrequenz zu niedrig!“ die nötigen Kommandos und Ankündigungen um das eigene Training zu optimieren. Die zusätzlichen Laufmodi- und Alarm-Einstellungen werden für jedes Profil individuell gespeichert und vor dem Start eines Trainings angezeigt.


Weiterhin können drei verschiedene Datenfelder mit jeweils drei verschiedenen Werten (von insgesamt 15 Werten) belegt werden. Außerdem gibt es die Funktion der Auto Pause als auch der Auto Lap. Mit der „Lap“ Taste ( ) kann aber auch manuell eine neue Runde markiert werden. Für ein Training in Gebäuden lässt sich das GPS auch separat deaktivieren.

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Trainingsauswertung

Die beim Training erfassten Daten werden zunächst auf der Laufuhr gespeichert und können zum Teil dort auch über das „Letzter Lauf“ Widget oder im Protokoll eingesehen werden. Die Forerunner 35 sollte jedoch regelmäßig mit dem Smartphone synchronisiert werden, da der interne Speicher nicht sonderlich groß ist und somit bei Platzmangel die ältesten Trainingswerte überschrieben werden.

Nach der Synchronisierung können die Trainingswerte ausführlich in der Garmin Connect App oder auf der Connect Platform eingesehen werden. Mit beiden Anwendung kann die zurückgelegte Strecke über ein eingebettetes Google Maps Fenster eingesehen werden. Zusätzlich bilden Diagramme die Werte für Herzfrequenz, Schrittfrequenz, Pace und die Höhe über den gesamten Trainingsverlauf ab.

GPS-Genauigkeit

Die Qualität der Trainingsauswertung zu Parametern wie Distanz, Geschwindigkeit und Pace ist zwangsläufig abhängig von der Genauigkeit des GPS-Empfängers der Forerunner 35. An dieser Stelle vergleichen wir demnächst die Empfangseigenschaften der FR 35 mit anderen GPS-Geräten.

Smartwatch-Funktionen

Neben der Funktion als GPS-Laufuhr mit HF-Funktion bietet die Forerunner 35 auch verschiedene Möglichkeiten einer Smartwatch. Über die Garmin Connect App kann die Uhr via Bluetooth mit einem Android oder iOS Smartphone gekoppelt werden. Bei unserem Test kam ein Samsung Galaxy S4 Mini zum Einsatz, mit welchem die initiale Verbindung ohne Probleme hergestellt werden konnte. Auch nachfolgende Synchronisationen konnten bei aktiviertem Bluetooth am Smartphone automatisch durchgeführt werden.

Trotz dessen werden wir immer wieder gefragt, warum Schwierigkeiten bei der Kopplung oder der Synchronisation mit Garmin Geräten der auftreten. Sollten Probleme bei der Verbindung zwischen der Forerunner 35 und dem Smartphone auftreten bietet unser Artikel zu diesem Thema verschiedene Lösungsansätze. Wenn alle Stricke reißen, erklären wir hier wie man einen Soft- oder Hard-Reset durchführen kann.

Smart Notifications

Sind die Smart Notifications in den Einstellungen aktiviert, wird man zuverlässig über eingehende Anrufe, SMS und App Benachrichtigungen über Vibration und eine Nachricht auf dem Display informiert. SMS-, WhatsApp- und Telegram-Nachrichten sowie Aktualisierungen von Facebook und anderen Apps, können direkt auf dem Display der FR 35 angezeigt und durchgelesen werden. Auf dem Benachrichtigungen-Widget können diese Informationen noch für einen gewissen Zeitraum eingesehen werden. Um nicht ständig alle Benachrichtigungen zu empfangen, kann einerseits ein „Nicht Stören“ (DND) Modus aktiviert werden. Zusätzlich kann man dauerhaft Notifications während des Trainings deaktivieren oder in der Connect App eingrenzen, welche Apps Benachrichtigungen senden sollen.

 

Wetter

Auf dem Wetter-Widget können die aktuelle Temperatur, die durchschnittliche Temperatur für den aktuellen Tag und die Nacht, der Grad an Sonne bzw. Bewölkung sowie die Regenwahrscheinlichkeit in Prozent eingesehen werden. Mit der  Taste erhält man zusätzlich die Vorhersage der kommenden vier Tage. Für eine Aktualisierung muss am Smartphone jedoch die Bluetooth-Verbindung stehen und GPS aktiviert sein.

Kalender

Über Eintragungen im Smartphone-Kalender wird man ebenfalls zuverlässig informiert. Allerdings wird nur der Titel des Ereignisses auf der Forerunner 35 angezeigt. Weitere Informationen wie die Dauer des Termins, der Ort oder eine detaillierte Beschreibung werden nicht auf die Laufuhr übertragen. Auch für das Erstellen, Bearbeiten und Löschen von Ereignissen muss man weiterhin das Smartphone benutzen.

Garmin Forerunner 35 Test: Fazit

Schon beim ersten Anlegen der Forerunner 35 wurden wir positiv überrascht. Die Laufuhr trägt sich durch das kompakte Design, das flexible Armband und die Metallschließe äußerst angenehm. Der HF-Sensor ragt nicht übermäßig aus der Unterseite hervor und das Display lässt sich sehr gut ablesen. Allein durch diese Punkte hat man schon Freude daran, die Laufuhr im Alltag zu tragen. Doch die FR 35 ist alles andere als nur ein modisches Accessoire, sondern vor allem ein überzeugender Motivator, der einen mit Hilfe der Inaktivitätsanzeige, den Connect Insights oder dem automatisch ansteigenden Schritte-Ziel täglich aufs Neue zu mehr Bewegung antreibt.

Das Menü der Laufuhr ist, auch aufgrund der Beschränkung auf die wichtigsten Lauffunktionen, übersichtlich gehalten. Nach nur kurzer Eingewöhnungszeit konnte die Uhr mit Hilfe der vier physischen Tasten besonders schnell bedient werden. Auch das Starten von Aktivitäten, Einstellen von Trainingsfunktionen sowie der Wechsel zwischen den einzelnen Datenseiten wurde hiermit erleichtert. Das ermöglicht letztlich eine volle Konzentration auf das Training selbst, ohne dabei unnötig durch den Fitness-Tracker abgelenkt zu werden. Mit einstellbaren Alarmen weist die Uhr den Nutzer per Vibration oder Piepton auf den Fortschritt seines Trainings hin und wird damit zum persönlichen Coach am Handgelenk. Summa summarum ist die Benutzerfreundlichkeit der Forerunner 35 sehr gelungen und entspricht den Vorstellungen eines Fitness-Wearable für Einsteiger.

Im Bereich Genauigkeit könnte bei der „GPS-Laufuhr mit Herzfrequenzmessung“ noch etwas nachgebessert werden. Die Ergebnisse bei der Schrittzählung fallen mit 5 Prozent Abweichung für ein Garmin-Wearable aus unserer Erfahrung etwas aus der Reihe. Bei den berechneten Distanzen ohne GPS-Unterstützung ergeben sich somit Folgefehler. Auch die Genauigkeit der optischen HF-Messung ist wie üblich ungenauer als von einem Brustgurt gewohnt. Die Ergebnisse des GPS-gestützten Trainings, der Kalorienberechnung und der Schlafüberwachung haben hingegen eine deutlich bessere Aussagekraft und verhelfen dem Träger zu Einsichten, um den Alltag und das eigene Training effizienter zu gestalten. Als Verbesserungsvorschlag würden wir uns noch ein Schlaf-Widget (wie bspw. bei der TomTom Adventurer) wünschen und ein Wetter-Widget, welches nicht auf das GPS des Handys angewiesen ist.

Die Forerunner 35 konnte uns insgesamt überzeugen und ist eine besondere Empfehlung für Läufer, die eine GPS-Uhr mit grundlegenden Trainingsfunktionen suchen.

Bezugsquelle

Die Garmin Forerunner 35 ist für  EUR 133,99 € bei Amazon  erhältlich. Neu oder gebraucht gibt es die Garmin Forerunner 35 auch bei ebay.

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