Garmin vivofit jr: Der Fitness-Tracker für Kinder

Garmins Fitness-Tracker vivofit jr. soll Kinder spielerisch zu mehr Bewegungen und der Einhaltung täglicher Aufgaben erziehen. In einer eigenen App können Belohnungen gesammelt und erspielt werden sowie gegen Eltern und Geschwister in verschiedenen Herausforderungen angetreten werden …

Garmin vivofit jr. Test:

Mittlerweile haben wir die Funktionen des Garmin vivofit jr. ausführlich getestet. Ob der Kinder Fitness-Tracker beim Nachwuchs für mehr Bewegung sorgen konnte, kann in unserem Testbericht nachgelesen werden.

Kinder sind toll, aber ihre Erziehung ist ein hartes Geschäft! Garmin wagt sich mit einem neuen Fitness-Tracker auf das Gefechtsfeld der Kindererziehung und versucht mit der vivofit jr. eine neue Zielgruppe zu erschließen. Das vivofit jr. hat bewusst einen überschaubare und auf Kinder ausgerichteten Funktionsumfang. Als Zielgruppe gibt Garmin Kinder im Alter von 4 bis 10 Jahren an. Gegenüber den anderen Garmin Fitness-Produkten für Erwachsene, die vermehrt auf das Abnehmen und das Erreichen von sportlichen Zielen ausgelegt sind, soll das vivofit jr. Kindern spielerisch Verantwortung und den Spaß an Bewegung vermitteln.

Zwei Garmin vivofit jr. Fitness-Tracker für Kinder auf einem Stein

Garmin vivofit jr. motiviert spielerisch

Das vivofit jr. erfasst die zurückgelegten Schritte sowie die aktiven Minuten des Sprösslings und zeigt diese an zusammen mit einem Avatar auf dem Display an. Auch das Schlafverhalten wird erfasst und kann über eine App ausgewertet werden. Auf die Erfassung und Anzeige der verbrannten Kalorien verzichtet Garmin bei seinem Kinder-Armband aus guten Grunde.

Die Daten werden mit dem Smartphone der Eltern synchronisiert und in eine neue, kindgerechte und interaktive App übernommen. Durch das Erreichen täglicher Schrittziele wandern die virtuellen Avatare der Kinder auf einem Erlebnispfad und sammeln Fun Facts sowie Character Cards aus der Tierwelt als Belohnung. Auf ihrem Armband sehen Kinder anhand einer kurzen Animation ob Ziele erreicht oder Aufgaben erledigt wurden. Der von anderen Garmin Geräten bekannte Inaktivitätsbalken erinnert auch auf dem Kinder Fitness-Tracker nach einer bestimmten Zeit ohne Bewegung daran, wieder ein paar Schritte zu gehen.

Garmin vivofit jr. Schrittzähler mit Schmetterling Symbol

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Verantwortung übernehmen

Zudem motiviert das vivofit jr. Kinder dazu, tägliche Aufgaben, die etwa im Haushalt anfallen zu erledigen. Für das Absolvieren von Aufgaben sammeln die Kinder virtuelle Münzen, die später in Belohnungen eingetauscht werden können. Ein Sparschwein-Symbol auf dem Armband zeigt die Anzahl der bereits verdienten Münzen. Aufgabe können Eltern zuvor individuell über die App festlegen und dort auch als erledigt markieren. Für Aufgaben, welche in einem bestimmten Zeitrahmen erledigt werden sollen, z.B. 30 Minuten Vokabeln lernen oder auch 3 Minuten Zähne putzen, können auch Timer-Aufgaben angelegt werden. Das Kind sieht am Armband dann einen rücklaufenden Timer und kann das Ende der Aufgabe besser abschätzen.

vivofit jr. Sparschwein für Aktivitäten vivofit jr. alternatives Armband mit Aufgabenzähler
Unter pädagogischen Gesichtspunkten erfüllt vivofit jr. somit die Aufgabe einer systematischen positiven Verstärkung. Die Eltern definieren erwünschte Verhaltensweisen (Aufgaben) der Kinder und verstärken diese über ein Belohnungssystem. Ob beim Erreichen bestimmter Punktestände (virtuelle Münzen) eine zusätzliche Belohnung angeboten wird, bleibt dabei den Eltern überlassen.
vivofit jr. in Männerhand

Die vivofit jr. Anwendung für iOS und Android kann auch die Erfolge und Aufgaben von mehreren Kindern vergleichen und anzeigen. Zudem können Eltern sich mit ihrem Garmin Connect Konto anmelden und mit den eigenen Schritten und Aktivitäten gegen ihren Nachwuchs antreten. Eine Bestenliste zeigt, welches Familienmitglied dabei am erfolgreichsten ist.

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Keine Überwachung

Die Garmin vivofit jr. ist in einer Einheitsgröße erhältlich und besitzt keinen Verschluss. Zum An- und Ablegen muss das Silikonarmband daher über das Handgelenk gezogen werden. Das Anzeige-Modul lässt sich jedoch auch entnehmen und zusammen mit den Armbändern des baugleichen Garmin vivofit 3 verwenden. Der Fitness-Tracker ist wasserdicht bis zu einer Tiefe von 50 Metern und kann auch bedenkenlos beim Duschen, Baden und Schwimmen getragen werden. Die Batterielaufzeit der wechselbaren Knopfzellen liegt bei einem Jahr. Zwar können Eltern die erfassten Daten des Armbands in der App einsehen, einen GPS-Empfänger, mit dem sie auch den Aufenthaltsort kontrollieren könnten, gibt es allerdings nicht.

vivofit jr. im wasser vivofit jr. modul

Mit zusätzliche Datenseiten zur Anzeige des Datums sowie der Uhrzeit, ist die Garmin vivofit jr. auch als Armbanduhr nutzbar. Anpassbare Namensfelder und wechselbares Displaymotive sowie Armbänder sollen für ein individuelles Design sorgen. Zum Verkaufsstart wird Garmin zunächst nur drei verschiedenfarbige Armbänder im Angebot haben, weitere sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Das Garmin vivofit jr. soll ab Anfang Oktober zum Preis von erhältlich sein und 99,99 EUR kosten.

Unser erster Eindruck von Konzept und Umsetzung hat sowohl bei uns, als auch bei unseren Kindern Lust auf einen Test gemacht. Das Garmin die Anforderungen von Erwachsenen an einen Fitness-Tracker nicht eins zu eins übernommen hat, ist unserer Meinung nach die richtige Herangehensweise um eine neue Zielgruppe zu gewinnen. In wie weit sich Kinder, insbesondere langfristig mit einem solchen Produkt motivieren lassen auch unangenehme Aufgaben zu erledigen, bleibt eine spannende Frage. Jedes Kind ist anders, daher sind wir auch während und nach unserem Test gespannt, was Eure Meinung zu diesem Konzept bzw. Produkt ist und wir freuen uns auf Eure Kommentare!

vivofit jr. an Kinderarmen Garmin vivofit jr. auf Verpackung

Video, weitere Screenshots und Bilder

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9 Kommentare zu “Garmin vivofit jr: Der Fitness-Tracker für Kinder

  1. Es sprechen einige Argumente dafür und einige Argumente dagegen, die eigenen Kinder zu “tracken” und mit Hilfe eines Fitness-Armbands zu motivieren. Unser Fazit: Bauchgefühl der Eltern und Interesse sowie Einverständnis der Kinder sind entscheidend.

  2. “Zwar können Eltern die erfassten Daten des Armbands in der App einsehen, einen GPS-Empfänger, mit dem sie auch den Aufenthaltsort kontrollieren könnten, gibt es allerdings nicht.”

    Ist diese Funktion noch zu erwarten oder aus “ethischen” Gründen nicht verfügbar?

    1. Hallo Sandro,

      in der Version zumindest nicht. Ich denke bei Kindern spielt aber auch die Akkulaufzeit eine wichtiger Rolle um so ein Gadget dauerhaft einsetzen zu können und nicht ständig gegen einen leeren Akku ankämpfen zu müssen. GPS und eine integrierte SIM-Karte um die Position an die Eltern verschicken zu können würden die Laufzeit drastisch auf wenige Tage verkürzen.

      Gruß,
      Benni

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