Tiger Smartwatch im Test

Ihren Namen und das Logo hat die neue Tiger Smartwatch von den Outdoor-Navis der Marke Falk übernommen. Was die Uhr sonst noch mit den Falk-Geräten gemeinsam hat und welche smarten Funktionen sie bietet, soll dieser Testbericht klären …

DASQ Electronics hat mit der Tiger Smartwatch seine erste intelligente Uhr vorgestellt. Der Name sowie das Logo der Uhr dürfte viele Outdoor-Aktive aufhorchen lassen, denn schließlich verwendet auch Falk beides für seine aktuellen Outdoor-Geräte. Was zunächst die Hoffnung nach einer Outdoor-GPS-Uhr mit Navigationsfunktionen weckt, endet schnell in der ernüchternden Erkenntnis, dass die Tiger Smartwatch genau das eben nicht ist, wie unser aktueller Testbericht zeigt.

Tiger Smartwatch Test: Hardware

Das Gehäuse sowie das Armband der Tiger Smartwatch bestehen zum Großteil aus Edelstahl und machen einen hochwertigen Eindruck. Sportlichere Alternativen, etwa aus Leder oder Kunststoff, bietet der Hersteller nicht an, es können aber beliebige Standard-Armbänder mit einer Breite von 22 mm verwendet werden. Das recht lange Gliederarmband kann mit Spezialwerkzeug, welches nicht im Lieferumfang enthalten ist, gekürzt werden. Verschlossen wird das Armband durch einen Schnappverschluss, welcher eine sichere Befestigung am Handgelenk ermöglicht. Mit 122 Gramm (bzw. 117 Gramm bei gekürzter Länge) ist die Uhr kein Leichtgewicht, lies sich jedoch im Alltag überraschend angenehm tragen. Bei sportlichen Aktivitäten hingegen empfanden wird die Tiger Smartwatch als störend. Die Dicke der Uhr ist mit 1,2 cm vor allem für kräftigere Arme geeignet und wirkt an zarten Handgelenken eher etwas zu wuchtig.

Display

Der runde 1,22 Zoll große kapazitive Touchscreen bietet mit 240 x 240 Pixel eine recht hohe Auflösung, die auch bei näherer Betrachtung keine Bildpunkte erkennen lässt. Bei starkem Sonne- neinfall lässt sich das Display selbst auf höchster Helligkeitsstufe nur noch schwer ablesen. Der Displaydurchmesser beträgt etwa 31 mm, wobei unten ein kleiner Teil für das Tiger Logo verloren geht.

Schutzklasse

Die Tiger Smartwatch ist nach IP66 zertifiziert und demnach staubdicht sowie unempfindlich gegen starkes Strahlwasser.
Somit kann die Uhr bedenkenlos im Regen oder unter der Dusche getragen werden.
Beim Schwimmen oder gar Tauchen sollte die Uhr nicht verwendet werden, da auch zeitweiliges Untertauchen nicht empfohlen ist.

Sensoren und Schnittstellen

Mit einem Beschleunigungssensor erkennt die Tiger Smartwatch bestimmte Bewegungsmuster und zählt diese als Schritte. Aus den Bewegungen werden zusätzlich die verbrannten Kalorien sowie die gelaufenen Kilometer errechnet. Ein GPS-Empfänger, mit dem die zurückgelegte Strecke präziser gemessen werden könnte, ist nicht vorhanden. Daten werden per Bluetooth mit der Tiger-App auf der Smartphone-App ausgetauscht. Außerdem stehen in Verbindung mit einem Smartphone weitere Smartwatch-Funktionen wie Benachrichtigungen oder das Tätigen von Anrufen zur Verfügung. Dazu aber im weiteren Verlauf des Tests mehr.

Die Rückseite ist als einziges Gehäuseteil nicht aus Edelstahl, sondern aus Kunststoff gefertigt. Hier sitzen der optische Pulsmesser sowie die Kontakte für eine Spannungsversorgung über die Ladestation. Über die mitgelieferte Ladeschale kann die Tiger Smartwatch auch als USB-Massenspeicher an einen PC oder Mac angeschlossen werden. Der verfügbare 1 MB große Speicher reicht aber lediglich zum Speichern von Fitness-Daten sowie kurzen Sprachnotizen aus.

Energieverbrauch

Die Akkulaufzeit gibt der Hersteller großzügig mit 3 Tagen an. In unserem Test musste die Uhr allerdings in der Regel spätestens nach der Hälfte der Zeit wieder mit einer Stromquelle verbunden werden. Die Angaben des Herstellers wird man wohl nur erreichen, wenn die Uhr ohne dauerhafte Verbindung zum Smartphone verwendet und das Display der Uhr möglichst wenig aktiviert wird.

Da die Anzeige zu einem der größten Stromverbraucher zählt, empfiehlt es sich die Funktion Smart Active, welche bei einer Bewegung des Handgelenkes den Bildschirm aktiviert, auszuschalten und die Helligkeit in den Einstellung herunterzusetzen. In der Uhren-Ansicht informiert ein Symbol über den verbleibenden Akkuzeit.

Der 300-mAh-Akku wird über eine Ladeschale mit USB-Anschluss geladen. Die Uhr wird darauf mit einem leichten Magneten in Position gehalten. Ein Netzteil ist im Lieferumfang nicht enthalten. Sobald die Uhr nach etwa 40 Minuten an einer externen Stromquelle wieder voll geladen ist, erscheint ein kurze Meldung.

Bedienung

Um die Tiger Smartwatch einzuschalten, muss die seitliche Krone für einen kurzen Moment gedrückt werden. Auf gleichem Wege wird die Uhr auch wieder ausgeschaltet. Die Bedienung erfolgt über den Touchscreen, welcher im Test insbesondere bei der Auswahl der einzelnen Menüpunkt nicht immer zuverlässig reagierte. Alternativ werden auch kurze Drehungen des Handgelenkes erkannt, womit zwischen den einzelnen Menüpunkten gewechselt werden kann. Handgesten können auf Wunsch auch zum Annehmen von Anrufen verwendet werden. Ein schneller Sprung zurück auf die Uhren-Ansicht und das vorzeitige Deaktivieren des Displays ist mit einem kurzen Druck auf die Krone möglich.

Der Menüaufbau der Tiger Smartwatch ist übersichtlich und nicht verschachtelt. Ein Wisch über die Uhrzeit-Anzeige öffnet das Hauptmenü, welches alle wesentlichen Funktionen der Smartwatch als einzelne Apps anzeigt. Als Betriebssystem kommt nicht Android Wear, sondern eine proprietäre Software zum Einsatz. Die Installation zusätzlicher Apps, Widgets oder Watchfaces ist somit nicht möglich. Die Bedienung über den Touchscreen ist vor allem in den tieferen Menü-Ebenen zuweilen etwas fummelig und für kräftige Finger weniger geeignet. An einigen Stellen wurde das Menü nur unzureichend übersetzt und Formulierungen wie „Gehen zu wählen“ erschweren die Bedienung zusätzlich.

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Tiger Smartwatch Test: Fitness-Funktionen

Die Tiger Smartwatch kommt zwar im klassischen Uhrendesign daher, sie bietet aber auch Funktionen eines Fitness-Trackers.

Schritte

Um die Anzahl der zurückgelegten Schritte erfassen zu können, muss der Schrittzähler zunächst von Hand gestartet werden. Einmal eingeschaltet, bleibt die Erfassung solange aktiv, bis die Zählung manuell beendet oder die Uhr ausgeschaltet wird. Für eine lückenlose Dokumentation der Schritte muss die Uhr nach jedem Neustart manuell für die Aufzeichnung aktiviert werden.

Die Schrittzählung selber ist sehr zuverlässig und beginnt, sobald ein Bewegungsmuster von mindestens 10 zusammenhängenden Schritten erkannt wurde. Wie auch andere Fitness-Tracker versucht die Tiger Smartwatch, andere Bewegungen, die etwa bei der Hausarbeit oder am Schreibtisch ohne Schritte durchgeführt werden, zu filtern. Dies funktioniert in der Regel gut, über den Tag hinweg kann die fehlerhafte Erkennung von Schritten jedoch nicht gänzlich vermieden werden.

Distanz

Die Angaben zur Distanz berechnet die Tiger Smartwatch ausschließlich anhand der zurückgelegten Schritte. Bei Aktivitäten die nicht mit Schritten in Verbindung stehen, z.B. beim Radfahren, kann die Uhr keine Distanz ermitteln. Auch aufgrund der Tatsache, dass keine individuelle Schrittlänge festgelegt werden kann und es keine Unterscheidung zwischen Gehen und Laufen gibt, ist dieser Wert nur als grober Anhaltspunkt zu sehen. Im Alltag sind einzelne Schritte einfach zu unterschiedlich, um damit eine exakte Entfernungsermittlung zu ermöglichen. Zudem ist die Berechnung beim Laufen und Gehen exakt gleich.

Kalorien

Die Tiger Smartwatch zeigt die tägliche Summe der aktiv verbrauchten Kalorien an. Die Berechnung erfolgt leider ausschließlich als Multiplikator der Schritte, die Intensität von Bewegungen abseits erkannter Schritte bleibt unberücksichtigt.
Die Berechnung der Kalorien berücksichtigt Körpergröße, Gewicht und das Geschlecht und passt die Kalorienberechnung so für den Nutzer an.
Die Kalorienberechnung bleibt dennoch ungenau. Für eine präzisiere Berechnung müssten die Herzfrequenz und Bewegungen abseits erkannter Schritte in die Berechnung mit einbezogen werden.

Herzfrequenz

Für die Ermittlung der Herzfrequenz ist ein optischer Sensor auf der Rückseite der Uhr verbaut. Mit Unterstützung einer grünen LED misst ein Sensor die Veränderung des Blutgehaltes in den peripheren Gefäßen und berechnet daraus die Herzfrequenz. Es können entweder Einzelmessung durchgeführt werden oder der HF-Sensor wird dauerhaft aktiviert. Die angezeigten Messergebnisse waren insgesamt weniger zufriedenstellend, lagen mal zu hoch, mal viel zu tief und variierten oftmals zwischen den Messungen, selbst bei derselben Person und unveränderter Aktivitätsleistung. Auch das Ansprechverhalten des Sensors auf eine veränderte Herzfrequenz war sehr träge. Darüber hinaus gibt es leider keine Möglichkeit die Herzfrequenz detailliert mit einem sekündlichen Verlauf auszuwerten. Dies wäre besonders nach einer intensiven Trainingseinheit interessant.

Ziele

Das Setzen von Zielen hilft im Alltag dabei, gewisse Dinge auch wirklich zu erreichen. Auch Fitness-Tracker motivieren über Ziele zu mehr Bewegung. Dabei wirkt die Motivation nur dann, wenn man das Ziel und den Weg dorthin, z.B. als prozentuale Anzeige des täglichen Schrittziels, klar vor Augen hat.

Zwar bietet die Tiger Smartwatch die Möglichkeit, ein Tagesziel für Schritte einzugeben, eine Anzeige, wie weit man von diesem noch entfernt ist, gibt es jedoch nicht. Eine automatische Zielanpassung, welche aus den Werten der Vortage ein neues Ziel vorgibt, ist ebenfalls nicht möglich. Innerhalb der Tiger-Smartwach-App können weitere Ziele für Distanz, Kalorien und Schlaf festgelegt werden. Auf der Uhr selbst spielen diese aber keine Rolle.

 

Schlaf

Wird die Uhr auch in der Nacht getragen, was wir durch das Armband aus Metall und das hohe Gewicht als recht unbequem empfanden, kann bei manueller Aktivierung auch die Bewegung während des Schlafes aufgezeichnet werden. Dies erfolgt allerdings weniger präzise als man es von vielen anderen Fitness-Trackern gewohnt ist. Lediglich der tiefe und leichte Schlaf wird ermittelt und auch nur über die Smartphone-App angezeigt. Auf der Uhr selbst gibt der Verlauf nur wieder, wann der Schlafmodus gestartet und beendet wurde.

Motivation

Im Büro am Schreibtisch oder zu Hause auf dem Sofa vergehen die Stunden ohne Bewegung häufig wie im Fluge. Wer Schwierigkeiten dabei hat, an mehr Bewegung zu denken, kann einen Inaktivitätsalarm mit verschiedenen Intervallen von 30 Minuten bis zu 300 Minuten setzen. Bewegt man sich innerhalb dieses voreingestellten Zeitraumes nicht, erinnert die Uhr optisch, akustisch und per Vibration daran, dass es an der Zeit ist, mal wieder ein paar Schritte zu gehen.

Um die nächste Erinnerung zu verschieben, genügt es eine kleine Runde durch den Raum zu gehen. Ertönt der Inaktivitätsalarm, kann die Meldung ganz einfach weggedrückt werden. Eine wirkliche Motiviationshilfe sieht anders aus und dürfte sich nicht so einfach abschalten oder mit ein paar Schritten umgehen lassen. Nicht erkennbar war, warum die Einstellungen des Inaktivitätsalarms oftmals einfach zurückgesetzt wurden und dann kein Hinweis mehr erfolgte.

 

Auswertung

Auf der Tiger Smartwatch selbst stehen Protokolle der letzten Tage für die einzelnen Fitness-Daten zur Verfügung. Diese enthalten aber nur die genaue Anzahl der zurückgelegten Schritte, der verbrannten Kalorien und der Distanz. Für die Herzfrequenz stehen die Wert der einzelnen Messungen zur Verfügung und für den Schlaf die bereits erwähnten Einschlaf- und Aufwachzeiten.Etwas aussagekräftiger sind die Analysemöglichkeiten mit der App Tiger Smart, die kostenlos für iOS- und Android-Geräte heruntergeladen werden kann. Hier zeigt ein kombiniertes Runddiagramm, inwieweit die gesetzten Ziele für Kalorien, Schritte und Kilometer bereits erreicht wurden. Den Schlaf wertet die App nur mit Angaben zur Gesamtzeit, zur Zeit im leichten sowie tiefen Phasen sowie einem Runddiagramm, welches das Erreichen des Schlafziels zeigt, aus. Zeiten für leichten Schlaf konnten im Test häufig nicht ermittelt werden. Ein Verlaufsdiagramm ist nicht vorhanden.

Ebenfalls einzeln lässt sich die Herzfrequenz auswerten. Die entsprechende Ansicht der App zeigt die letztmalig gemessene sowie die am entsprechenden Tag höchste, niedrigste und die durchschnittliche Herzfrequenz. Hier steht zumindest ein zeitlicher Verlauf mit einem Balkendiagramm zur Verfügung, der aufgrund der fehlenden Möglichkeit, dauerhaft seinen Puls zu kontrollieren, nur wenig Sinn macht. Eine Trend-Ansicht erlaubt die Analyse von Schritten, Schlaf und Herzfrequenz auch im wöchentlichen oder monatlichen Verlauf. Insgesamt sind die Möglichkeiten der App recht rudimentär und reichen nicht an die Qualität anderer Sport- und Fitness-Apps heran. Dies gilt auch für die visuelle Gestaltung. Positiv hervorzuheben ist, dass alle Daten nur lokal auf dem eigenen Smartphone gespeichert sind und nicht über eine Internetverbindung auf einen Server geladen werden. Die Daten können nicht exportiert werden und gehen bei einem Handy-Wechsel zwangsläufig verloren.

Smartwatch-Funktionen

Wie der Name der Uhr schon unschwer erkennen lässt, kann sie auch als Smartwatch eingesetzt werden. In Verbindung mit einem Smartphone, das über Bluetooth gekoppelt sein muss, ermöglicht sie eine Reihe nützlicher Funktionen.

Benachrichtigungen Telefonie

Gehen auf dem Smartphone Benachrichtigungen ein, werden diese auch auf der Tiger Smartwatch angezeigt.

Dabei werden alle Inhalte weitergeleitet, für die auch eine Benachrichtigung auf dem Smartphone erfolgt. Auf der Uhr können die Details zu jeweiligen Nachricht angezeigt werden.

Die Beantwortung von SMS mit vorgefertigten Nachrichten funktioniert nur in Verbindung mit einem Android-Gerät. Im Test kam es immer wieder vor, dass die Uhr auch ältere Benachrichtigungen nach einem kurzzeitigen Verbindungsverlust erneut mit einer Meldung hervorbrachte.

Interessant ist die Telefonfunktion, die es ermöglicht, sowohl eingehende Telefonate anzunehmen als auch einen Anruf zu starten. Dazu kann entweder das Telefonbuch des Smartphones auf die Uhr geladen werden oder aber eine Nummer manuell eingetippt werden. Beides benötigt aufgrund des kleinen Displays etwas Übung und gelingt nicht immer auf Anhieb. Besonders das Durchsuchen von längeren Telefonbüchern ist mühsam. Die Qualität der Anrufe ist auf beiden Seiten als verständlich zu bezeichnen, könnte aber vor allem bei lauteren Hintergrundgeräuschen besser sein. In einem geschlossenen Fahrzeug ist die Uhr durchaus als Alternative zu einer Freispreche inrichtung nutzbar. Das Mikrofon ist in die linke Gehäuseseite der Uhr integriert. Durch die Handsfree-Funktion können auch die Sprachassistenten Siri und Google Now über die Uhr angesprochen und z.B. ein Kontakt per Sprachbefehl angerufen werden. Die Funktion muss aber zunächst manuell aktiviert werden.

Anti-Diebstahl und Remote Capture

Ein Alarm für den Verbindungsabbruch zwischen Uhr und Handy, klingt im ersten Moment nützlich. In der Praxis wurde diese Anti- Diebstahl-Sicherung von uns aber schnell wieder deaktiviert. Zu häufig verlieren die Geräte die Verbindung, auch wenn das Smartphone neben einem auf dem Schreibtisch liegt. Zudem kam es häufig zu unerklärlichen Fehlalarmen. Leider wurden auch bei dieser Funktion die getroffenen Einstellungen nicht dauerhaft gespeichert. Als nützlich erwies sich hingegen die Möglichkeit, dass bei aktivierter Bluetooth-Verbindung sowohl auf dem Smartphone als auch auf der Smartwatch über das jeweilig andere Gerät manuell ein Alarm ausgelöst werden kann.

Wer gerne Bilder mit dem Smartphone aufnimmt und dabei einen Fernauslöser benötigt, wird sich über die Funktion Remote Capture freuen. Mit einem Tipp auf das Display der Smartwatch schießt das Smartphone bei eingeschalteter Kamera ein Foto.

Weitere Funktionen

Die Tiger Smartwatch bietet einige weitere Funktionen, die nicht in Verbindung mit dem Smartphone stehen. Dazu gehört ein Kalender, der lediglich das Datum und eine Übersicht des Monats bietet, leider ohne jegliche Synchronisationsmöglichkeit von Terminen mit dem Smartphone.

Zudem gibt es einen Wecker, eine Stoppuhr mit Rundenzeiten sowie eine Diktierfunktion, die rund 10-minütige Aufnahmen ermöglicht.

 

    

Tiger Smartwatch Test: Fazit

Aus der engen Verbindung der Tiger-Smartwatch zu den Outdoor-Geräten von Falk resultierte leider nicht die erhoffte Outdoor-Smartwatch. Stattdessen serviert DASQ eine Smartwatch in anspruchsvollem Design und auf den ersten Blick interessantem Funktionsumfang. Bei genauer Betrachtung, hinterlässt sie jedoch nach einigen Wochen Nutzung einen ernüchternden Gesamteindruck. Im Test haben uns viele Kleinigkeiten, wie das teilweise nur auf Nachdruck reagierende Display, die vielen schlechten oder fehlenden Übersetzungen, wiederholt abgerufene Benachrichtigungen, Verbindungsabbrüche zum Smartphone und automatisch zurückgesetzte Einstellungen gestört. Vor allem aber konnte uns die Tiger Smartwatch durch nicht automatisch aktivierbare Fitness-Funktionen sowie den unzureichenden Herzfrequenzsensor nicht überzeugen. Für sportliche Aktivitäten ist die Uhr durch eine fehlende Möglichkeit, die Armbänder leicht wechseln zu können, ebenfalls ungeeignet.

Auch wenn die Telefonfunktion in Situationen, in denen man das Smartphone nicht zur Hand nehmen kann, durchaus praktisch ist, die Offline-Speicherung der Fitness-Daten ebenfalls für einige Nutzer interessant sein dürfte und der Preis mit rund 150 EUR recht gering ausfällt, können wir der Tiger Smartwatch nur ein bedingt empfehlenswert aussprechen. Weiterhin hat die Uhr in diesem Preisbereich einiges an Konkurrenz, welche mit dem wesentlich flexibleren Android Wear aufwartet, zu fürchten.

Bezugsquelle

  • Die Tiger Smartwatch ist zum Preis von EUR 44,44 € bei Amazon erhältlich.
  • Neu oder gebraucht gibt es die Tiger Smartwatch auch bei ebay.

12 Kommentare zu “Tiger Smartwatch im Test

  1. Für einen Pocketnavigation Artikel habe ich jetzt erwartet dass über POI und Tracks im Gelände berichtet wird aber leider fehlt der Uhr alles wo man sie Outdoor watch schimpfen könnte.
    Damit steht sie nicht alleine da, alle anderen Hersteller legen mehr wert auf das Tracken der Outdoor Aktivität anstelle das Outdoor Erlebnis zu unterstützen.

    1. Hallo Acidham,

      die Uhr lässt aufgrund ihres Namens ind der Verbindung zu Falk mehr erhoffen als sie letztlich kann. Wir wären natürlich auf POI und Tracks eingegangen, wenn dies möglich wäre. Aber wer weiss, vielleicht bringt Falk ja mal was in der Richtung 😉 Die Fenix 5x und die neue Casio Outdoor-Watch werden in der Hinsicht aber sehr interessant. Gruß, Benni

  2. Bei Falk hätte ich dann echt was mit Karten, Tracks, Navigation erwartet- das Teil ist für mich enttäuschend…

    Bei der Casio bin ich skeptisch, die F5x wird der Hammer…

    1. Hallo Volker,

      die Uhr ist ja nicht von Falk. Trägt aber etwas verwirrende den Namen der Falk Produkte. Vielleicht wäre ein komplett anderer Name besser gewesen und hätte keine falschen Erwartungen geweckt.

      Klar, preislich spielt sie in einer ganz anderen Liga als fenix und Co. und würde alles tadellos funktionieren hätten wir sicherlich auch besser bewertet.

      Gruß,
      Benni

      1. Irgendwie scheine ich ja blöd zu sein, die Uhr ist doch von Falk hat nur keinen Bezug zu Outdoornavigation. Langsam komme ich dahinter…

      2. Die Uhr ist von DASQ, nicht von Falk. DASQ gehört allerdings auch mit zu United Navigation. Nur der Name und das Logo wurden von Falk übernommen. Sehr verwirrend? Ich weiß! 😉

        Gruß,
        Benni

  3. Wobei man sagen muss, dass Fenix 5x und die Tiger beim Preis ja „Welten“ auseinander sind und aus meiner Sicht somit ja auch gar nicht verglichen werden können

    1. Richtig, hat auch keiner gemacht 😉 Aber bei Verwendung des Namens und Logos der Falk Outdoor-Geräte, könnten durchaus falsche Erwartungen geweckt werden.

      Gruß,
      Benni

  4. Auch Garmin und Suunto scheitert …ich geh nicht mit 16 Core CPUs in Urlaub. GPX tracks auf dem iPhone erstellen und auf die Uhr übertragen geht bis heute auf KEINER Outdoor smartwatch…fail!

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