Acht Fitness-Tracker Armbänder im Test

Abmessungen, Tragekomfort und Display

Inhaltsverzeichnis

Abmessungen und Tragekomfort

Abmessungen und Gewicht basieren jeweils auf dem größeren der beigelegten Armbänder bzw. bei LG auf der Größe L, bei Nike auf der Größe Small inkl. beider Adapter zur Vergrößerung.

 A-rival
Qairos
Garmin
Vivofit
Fitbit
Flex
LG
Lifeband Touch
Nike
Fuelband SE
Polar
Loop
Samsung
Gear Fit
Sony
SmartBand SWR10
Summe
4/9

4,5/9

6/9

1/9

4/9

6,5/9

4,5/9

5/9
Abmessungen17,5 x 8,3 mm21 x 10,7 mm14,1 x 10,5 mm18,2 x 10,2 mm19 x 8 mm20 x 10,2 mm23,4 x 12,6 mm19 x 9,1 mm
Gewicht
23,9 g

24,4 g

14,9 g

50,9 g

35,0 g

34,8 g

27,2 g

20,6 g
Tragekomfort
Verschluss

Tragekomfort

Ein Gerät, welches 24 Stunden am Tag getragen wird, sollte am besten gar nicht wahrnehmbar sein. Entsprechend wichtig sind kompakte Abmessungen, leichtes Gewicht und hoher Tragekomfort. Die Bewertung des Tragekomforts ist natürlich immer subjektiv, dennoch wurde erfreulicherweise innerhalb des Tests im Redaktionsteam meist einheitlich bewertet. Mit weitem Abstand ist das LG Lifeband das schwerste unter den Testgeräten. Es wiegt 50 Gramm, mehr als so manche Multifunktionsuhr, und ist damit deutlich am Handgelenk spürbar. Das Nike Fuelband und der Polar Loop haben ebenfalls etwas mehr Gewicht, liegen aber im Gegensatz zum LG unserer Meinung nach gerade noch in einem Bereich, in dem man das Gewicht nicht als speziell störend empfindet. Der Fitbit Flex und das Sony SmartBand sind nicht zuletzt durch den Verzicht auf ein Display die leichtesten Geräte in unserem Vergleichstest. Doch der Unterschied zu den meisten Fitnessbändern mit Display ist nicht so erheblich, wie man im ersten Augenblick meinen könnte.

Das LG Lifeband schneidet leider durch seinen fehlenden Verschluss, sein hohes Gewicht und seine steife Bauart bei der Bewertung des Tragekomforts besonders schwach ab. Viele Testträger des LG Lifebandes hatten das Empfinden, ständig der Gefahr ausgesetzt zu sein, das Band könnte sich unfreiwillig vom Arm lösen.

Der Verschluss des Nike Fuelbandes schützt zwar sicher vor Verlust, dennoch trägt sich der Tracker nicht gerade bequem, da er sehr steif und nur schwer anzulegen ist. Der Umfang des Bandes lässt sich konstruktionsbedingt auch im geöffneten Zustand nicht wesentlich vergrößern, so dass man beim Anlegen des Bandes das Gefühl vermittelt bekommt, das Band stärker biegen zu müssen, als es auf Dauer für das Band gut ist.

Ebenso ist das a-rival Qairos nicht ganz so komfortabel, denn die Hälfte des Armbandes besteht aus dem harten Gehäuse, das nicht flexibel ist. Abhängig von der Armdicke kann das Armband jedoch mal besser oder mal schlechter sitzen. Einzig der Verschluss ohne Lasche birgt die Gefahr eines unbemerkten Verlustes, wobei das Qairos im Gegensatz zum Garmin Vivofit, zur Samsung Gear Fit und auch zum Fitbit Flex deutlich fester sitzt und das Band selbst mit offenem Verschluss bedingt durch seine Form nicht direkt verloren gehen sollte. Um die Wahrscheinlichkeit des Verlustes weiter zu reduzieren, ist der Einsatz von Bitbelts zu empfehlen.

Trotz des recht harten und breiten Armbandes, trägt sich der Polar Loop angenehm. Das Band ist von innen leicht genoppt, um Schweißentwicklung entgegenzuwirken und es hat als einziges Fitness-Band im Test einen von Uhren bekannten Metallverschluss. Dieser Verschluss ist eine Garantie gegen Verlust sowie besonders einfach und sicher zu öffnen oder zu schließen.

Das Armband des Garmin Vivofit liegt bezüglich seines Gewichtes und Tragekomforts im oberen Mittelfeld. Bedauerlicherweise ist der Verschluss eine Schwachstelle und sollte durch Bitbelts (weitere Infos siehe rechte Box) oder den Garmin Vivokeeper zusätzlich gesichert werden.

Das Fitbit Flex ist durch sein geringes Gewicht sowie sein weiches und dünnes Armband besonders leicht zu tragen. Es stört im Alltag am wenigsten. Aber auch hier lässt sich der Verschluss schwer und nur mit hohem Druck schließen. Trotz dieses Umstandes öffnet sich auch der Verschluss des Fitbit Flex hin und wieder unbemerkt und der Einsatz von Bitbelts (weitere Infos siehe rechte Box) ist sinnvoll.

Das Sony SmartBand ist aus besonders weichem Kunststoff gefertigt und zunächst besonders anschmiegsam und bequem. Nachteile des weichen Materials sind jedoch, dass es Schmutz und Staub anzieht, an der Armbehaarung ziehen kann und man darunter stärker zum Schwitzen neigt.

Die Samsung Gear Fit ist ungeachtet seines großen Displays recht leicht und damit angenehm zu tragen. Das Armband ist auf der Innenseite leicht gewellt, was der Schweißbildung entgegenwirkt, doch leider lässt sich auch dieser Verschluss zu leicht öffnen, was einen Verlust bei einem vergleichsweise teuren Produkt wie diesem umso ärgerlicher macht.

 

Fitness-Armband vor Verlust schützen

Einige Verschlussarten von Fitness-Bändern sind zwar bequem und praktisch, schützen aber nicht konsequent vor einem unbemerkten Verlust durch versehentliches Öffnen. Aus unserem Test sind mit Ausnahme des Polar Loop alle Bänder mehr oder weniger betroffen. Für das LG Lifeband Touch gibt es keine zusätzliche Schutzmöglichkeit, die meisten anderen Bänder können aber durch kleine Ringe sogenannte Bitbelts geschützt werden.

Die farbigen Kunststoffringe werden zusätzlich über den Verschluss geschoben und können einzeln oder in tollen Farbkombinationen an die Kleidung oder Stimmung des Trägers angepasst werden. Das Bitbelt ist etwas weicher und dünner und daher bequemer zu tragen als z.B. der Garmin Vivokeeper. Bitbelts können im pocketnavigation.de Shop preiswert bestellt werden.

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Einige Bitbelts leuchten im Dunkeln lange Zeit nach und können die Suche des Armbandes in der Nacht erleichtern …

bitbelt_vivofit_blau_seite

Mit unterschiedlichen Farben können individuelle Bänder gestaltet werden …

Das passende Armband

Voraussetzung für einen hohen Tragekomfort ist ein zum Armumfang passendes Armband. LG und Nike lösen das Problem durch unterschiedliche Produkte. So gibt es das LG Lifeband Touch in den Ausführungen Medium, Large und X-Large. Da es keine Möglichkeit gibt, das Armband selber anzupassen, ist es nicht einfach, das passende Modell für sich zu finden.Das Nike Fuelband gibt es ebenfalls in drei Ausführungen, welche sich außerdem noch durch beiliegende Verbindungsstücke jeweils in ihrer Ausdehnung verändern lassen. Da das Nike Fuelband insgesamt aber recht steif ist, sollte bereits die Grundversion gut zur Armdicke passen.

Garmin, Fitbit und Sony liefern zwei unterschiedliche Armbänder, mit denen der Fitness-Tracker bequem an nahezu jedem Arm eines Erwachsenen getragen werden kann. Besonders eng zu stellen und damit auch am Kinderarm zu tragen, sind das Fitbix Flex und das Garmin Vivofit.

Das a-rival Qairos besitzt nur ein festes Armband, welches keine extrem kleinen oder großen Änderungen des Umfangs ermöglicht. Auch für die Samsung Gear Fit steht nur eine Abmessung zur Verfügung, obwohl das Armband gewechselt und die Gear Fit recht eng gestellt werden kann. Das macht das Fitnessarmband auch für zarte Arme geeignet.

Eine Sonderstellung nimmt der Polar Loop ein. Dem Aktivitätstracker wird ein sehr langes Armband beigelegt, welches vom Nutzer auf eine individuelle Länge geschnitten werden muss. Zu diesem Zweck bietet Polar eine gute Anleitung mit Maßband, dennoch ist beim Kürzen Konzentration gefordert, denn ab ist ab. Nachdem das Armband auf eine feste Länge gekürzt wurde, gibt es anschließend beim Tragen auch keine andere Möglichkeit der Anpassung. Nur ein weiteres Verkürzen durch erneutes Schneiden steht zur Wahl. Auf diese Weise hat Polar für die individuelle Anpassung eine gute Lösung gefunden. Die Nutzung von unterschiedlichen Personen, das spätere Verschenken oder Verkaufen des Polar Loop wird jedoch problematisch, da sich der eigentliche Tracker nicht vom Armband trennen lässt. An dieser Stelle wirkt die von Polar gewählte Lösung besonders unflexibel.fitness_am_kinderarm

So locker wie an diesem Kinderarm
sollte kein Fitness-Tracker sitzen …

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Display

Fitness-Tracker dienen neben der Datenaufzeichnung als direkte Motivation hin zu mehr Bewegung. In diesem Zusammenhang macht ein Bildschirm besonders viel Sinn. Kurze Meldungen, Animationen oder sich füllende Statusbalken sind in der Praxis gute Hilfsmittel, um den inneren Schweinehund leichter zu überwinden. Außerdem ist es angenehmer, seine zurückgelegten Schritte, verbrauchten Kalorien und Ziele direkt am Armband ablesen zu können, als dafür erst das Smartphone aus der Tasche holen zu müssen.

 A-rival
Qairos
Garmin
Vivofit
Fitbit
Flex
LG
Lifeband Touch
Nike
Fuelband SE
Polar
Loop
Samsung
Gear Fit
Sony
SmartBand SWR10
Summe
6/9

5/9

0/9

5/9

5,5/9

4/9

7/9

0/9
Anzeige
OLED Display, ca. 100 x 16 Pixel

LCD Display, 5 Ziffern

5 LEDs

OLED Display, 0,9 Zoll (128 x 32 Pixel)

LED Display, 5 x 20 Pixel

LED Display, 5 x 17 Pixel

AMOLED Display, 1,84 Zoll (432 x 128 Pixel)

3 LEDs
Ablesbarkeit Sonne
Beleuchtung

fitnessbänder_vergleich_turmBis auf das Fitbit Flex und das Sony SmartBand sind alle Kandidaten im Test mit einem Display ausgestattet. Die beiden Geräte ohne Display informieren mit den kleinen LEDs (drei beim Sony, fünf beim Fitbit) nur spärlich über ihren aktuellen Status.

Die Samsung Gear Fit bietet mit ihrem hochauflösenden 1,84-Zoll-Touchscreen die detailreichste und grafisch aufwendigste Darstellung. Bauartbedingt spiegelt die Abdeckung des Bildschirms bei direktem Sonneneinfall jedoch recht stark. Leicht verbessern kann man die Lesbarkeit immerhin durch die Hintergrundbeleuchtung.

Das a-rival Qairos besitzt eine sehr helle, grüne LED-Darstellung mit verhältnismäßig hoher Auflösung, welche die Darstellung detaillierter Auswertungen und Einstellungen direkt am Armband erlaubt. Das helle und kontrastreiche Display kommt erst bei praller Sonne an seine Grenzen, ist aber selbst dann noch solide ablesbar.

Die Anzeige des Nike Fuelband SE besteht aus 5 x 20 LEDs, die Informationen immer nur in einer Zeile wiedergeben können. Das reicht aus, um die gesammelten Fuel-Punkte, Schritte oder Kalorien anzeigen zu können. Bei längeren Zeichenketten wie der Bewegungsaufforderung muss die Schrift allerdings durchlaufen. Weiterhin gibt es unterhalb des eigentlichen Bildschirms eine weitere LED-Leiste, die sich bis zum Erreichen des täglichen Fuel-Ziels immer weiter füllt. Sonneneinfall wird durch die LEDs gut kompensiert, so dass unter den meisten Umständen eine gute Lesbarkeit sichergestellt ist.

Auch wenn der Bildschirm des LG Lifeband nur 0,9 Zoll misst, ist die Darstellung der Informationen gut gelungen. Die Lesbarkeit des Displays ist jedoch bereits bei schwacher Sonneneinstrahlung sehr eingeschränkt. Für ein Gerät, das auch für sportliche Aktivitäten unter freiem Himmel gedacht sein soll, ist das ein besonders großer Nachteil.

Das Garmin Vivofit muss vor allem wegen der geringen Anzahl an darstellbaren Zeichen und der fehlenden Hintergrundbeleuchtung Punkte lassen. Wie bereits erwähnt, ergibt sich daraus gerade deshalb eine besonders lange Akkulaufzeit. Hauptsächlich im Vorteil ist aber das LCD-Display bei Sonneneinfall, der scheinbar gar nicht stark genug sein kann. Der Bildschirm lässt sich auch hier hervorragend ablesen. Doch wer in der Nacht nur mal kurz die Uhrzeit auf dem Vivofit ablesen möchte, muss dazu das Licht im Zimmer anmachen. Das Garmin Vivofit ist das einzige Fitness-Armband im Test, dessen Display ständig eingeschaltet und damit sofort ablesbar ist – in der Praxis ein großer Komfortgewinn.

Polar verfolgt mit dem Loop einen ähnlichen Ansatz wie das Nike Fuelband, indem es die Informationsanzeige durch 5 x 17 LEDs realisiert. Alle Werte werden auch hier nur einzeilig dargestellt und laufen Zeile für Zeile durch, wenn sie länger sind. Das Leuchten der LEDs ist gegenüber dem Nike Fuelband allerdings sehr schlecht und sogar so schwach, dass man bei Sonnenlicht den Bildschirm mit der anderen Hand mühsam abgedecken muss, um überhaupt etwas erkennen zu können.

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a-rival Quairos, Fitbit Flex, LG Lifeband, Nike Fuelband SE  

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Polar Loop, Samsung Gear Fit, Sony SmartBand, Garmin Vivofit

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