Tod eines Genies: Apple-Gründer Steve Jobs verstorben

„Der Tod ist wohl die mit Abstand beste Erfindung des Lebens“ sagte Steve Jobs einst. Am Mittwoch erlag der Visionär seinem jahrelangen Krebsleiden…

Apple Mitbegründer Steve Jobs hat seinen jahrelangen Kampf gegen den Krebs verloren und ist am Mittwoch im Kreis seiner Familie im Alter von 56 Jahren friedlich verstorben. Erst im August hatte der Visionär der Technologiebranche die Geschäftsführung seines Unternehmens an Tim Cook abgegeben (wir berichteten).

Apple verbreitete den Tod Steve Jobs‘, der das Unternehmen von der drohenden Insolvenz zum wertvollsten Unternehmen der Welt geführt hat, über seine Webseite. Auf der Startseite ist seit heute Nacht ein großes Schwarzweißbild des Apple Genies zusammen mit seinen Lebensdaten 1955 bis 2011 und der Würdigung zu sehen: „Apple hat ein visionäres und kreatives Genie verloren. Und die Welt einen außergewöhnlichen Menschen.

Wer das Glück hatte, Steve kennenzulernen und mit ihm zu arbeiten, hat einen Freund und inspirierenden Mentor verloren. Steve hinterlässt ein Unternehmen, das nur er so aufbauen konnte, und sein Geist wird Apple für immer prägen.“ Fans haben die Möglichkeit ihre Gedanken, Erinnerungen und Beileidsbekundungen über rememberingstevejobs@apple.com zu teilen.

Steve Jobs‘ Gesundheitszustand war schon seit Jahren immer wieder Gesprächsthema und teilweise sogar Grund für Schwankungen der Apple Aktie. Er litt seit Jahren an einer seltenen Form von Bauchspeicheldrüsenkrebs und bekam 2009 eine neue Leber. Die starke gesundheitliche Belastung führte dazu, dass er immer wieder Auszeiten vom täglichen Geschäft nehmen musste. Seit Januar war Jobs von der Arbeit freigestellt und trat im August von seinem Posten als Apple CEO zurück, wollte seinem Unternehmen aber weiterhin als Vorsitzender des Verwaltungsrates zur Seite stehen.

In einem Interview aus dem Jahre 2005 hatte der bekennende Buddhist und stets schlicht gekleidete Jobs erklärt: „Das Bewusstsein für meine eigene Sterblichkeit ist eine wichtige Triebfeder für meine technologischen Visionen. Mich selbst daran zu erinnern, dass ich bald tot sein werde, ist das wichtigste Mittel, das ich je gefunden habe, um die großen Entscheidungen meines Lebens zu treffen. Fast alle Erwartungen, jeder Stolz oder die Furcht vor Peinlichkeiten oder einem Misserfolg verschwinden im Angesicht des Todes. Übrig bleibt nur, was wirklich wichtig ist.“ Auch trotz seines großen Erfolges mit Produkten wie dem iPod, iPhone oder iPad, gab sich der Milliardär bescheiden: „Ich bin in der Mittelklasse aufgewachsen und habe mich nie besonders für Geld interessiert„.

Steve Jobs hinterlässt neben seiner Frau Laurene, die er 1991 heiratete, vier Kinder. Am 21. November erscheint die übersetze Fassung seiner autorisierten Biografie.

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