Neue NAVIGON App im Test

Mit einem überarbeiteten Menüaufbau und neuem Vermarktungskonzept bringt Garmin eine neue NAVIGON App für iOS und Android auf den Markt. Wir haben uns die Änderungen angeschaut und die Navi-App getestet …

Einleitung, Kartenmaterial, Menüführung & Zieleingabe

Garmin eine neue Version seiner NAVIGON App für iOS und Android vorgestellt, die ein neues Vermarktungskonzept verfolgt. Statt wie bislang auf eine, per In-App-Käufen erweiterbare Anwendung zu setzen, sind bei der neuen NAVIGON App der volle Funktionsumfang und alle Karten einer Region bereits inklusive.

Zukünftig können Nutzer wählen, ob sie die Navigationsfunktionen der App nur für einen bestimmten Zeitraum oder unbegrenzt einsetzen wollen. Zur Auswahl stehen Freischaltungen für 1 Monat zum Preis von 4,99 EUR, 1 Jahr kostet 29,99 EUR und für die unbegrenzte Nutzung müssen 79,99 EUR bezahlt werden. Die Pakete enthalten neben der Navigation und Karten für eine Region auch bislang kostenpflichtige Zusatzfunktionen wie Echtzeit-Verkehrsmeldungen oder den NAVIGON Blitzer-Dienst. Über einen Zeitraum von 7 Tagen kann die NAVIGON App komplett kostenlos ausprobiert werden.

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Für Bestandskunden wird sich durch die Einführung der neuen NAVIGON App nichts ändern. Garmin will Apps wie NAVIGON Europe auch weiterhin mit Updates versorgen und eine zuverlässige Navigation mit dem Smartphone gewährleisten.

Neben der Umstellung auf das neue Vermarktungskonzept hat Garmin die NAVIGON App auch optisch überarbeitet. Dabei sind einige Funktionen, die sich in den letzten Jahren bei der Entwicklung der App angesammelt haben, weggefallen, oder wurden logisch zusammengefasst. Was sich genau geändert hat, soll unser erster Testbericht zeigen.

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NAVIGON App Test: Kartenmaterial

Nach dem ersten Start der neuen NAVIGON App muss zunächst das Kartenmaterial heruntergeladen werden. Garmin stellt auch weiterhin einzelne Länder zum Download bereit, was vor allem Nutzer mit Geräten freuen wird, auf denen nur wenig Speicherplatz zur Verfügung steht. Das Kartenmaterial von Deutschland umfasst etwa 273 MB, wer die Karte auch mit einem Höhenmodell angezeigt bekommen möchte, kann zusätzlich die Panorama View 3D Daten herunterladen, die noch einmal 260,7 MB auf dem Smartphone belegen.

Für die gewählte Nutzungsdauer können alle Karten einer Region kostenlos heruntergeladen werden. Für einen Urlaub oder eine Geschäftsreise in die Regionen Nordamerika sowie Australien oder Neuseeland muss jeweils ebenfalls ein Paket für einen Monat, 1 Jahr oder die unbegrenzte Navigation gebucht werden.

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Menüführung

Die größte Veränderung hat die neue NAVIGON App beim Menüaufbau erhalten. Daraus resultiert ein neuer Bedienablauf, an den sich langjährige Nutzer erst einmal gewöhnen müssen. Den bisherigen Hauptbildschirm der App mit den vier Schnellzugriffsoptionen sowie der Menüleiste am unteren Bildschirmrand gibt es nicht mehr. Stattdessen landet man nach dem Start der App direkt auf der Karte.

Das Menü selbst wird in der neuen NAVIGON App über die Schaltfläche links oben geöffnet (Hamburgermenü). Durch einen Wisch nach Links oder einen Klick auf den noch sichtbaren Teil der Karte gelangt man wieder zurück. Begibt man sich etwas tiefer ins Menü, beispielsweise in die Einstellungen, wird in eine bildschirmfüllende Ansicht gewechselt.

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Nutzer der „alten“ App, die einen ersten Blick in die Einstellungen werfen, werden schnell einige Optionen vermissen. Garmin hat eine ganze Reihe an Einstellungen entfernt, die aber zum Teil nun standardmäßig aktiviert sind, wie beispielsweise die Anzeige von Verkehrszeichen oder die Berücksichtigung von Kraftstoffpreisen. Andere Funktionen hingegen sind komplett aus der App verschwunden, etwa der helle Farbmodus oder die Verknüpfung zu den sozialen Netzwerken.

Die neue Menüführung dürfte vor allem Android-Nutzern bekannt vorkommen, denn viele Apps für das Google Betriebssystem nutzen einen solchen Aufbau. Als Verlust empfanden wir den Wegfall der Menüleiste am unteren Bildschirmrand, die in der alten Version mit häufig verwendeten Funktionen, etwa dem Kontaktbuch, belegt werden konnte.

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Screenshots der „alten“ NAVIGON App

Zieleingabe

Für die Eingabe einer Adresse oder eines gesuchten Sonderziels ist kein Wechsel ins Menü notwendig. Oberhalb der Karte befindet sich eine Suchleiste, in die nahezu beliebige Kombinationen aus Stadtnamen, Straßennamen, Hausnummer und Namen des Sonderziels eingegeben werden können. Mit den Buttons links und rechts daneben kann schnell eine Navigation zum Heimatort oder Arbeitsplatz gestartet werden. Wird das gesuchte Ziel in der geladenen Liste nicht angezeigt, kann im Menü auch eine klassische Zielsuche gestartet werden, die in mehreren Schritten die benötigten Adressinformationen abfragt. Die Gestaltung wurde dabei aus der alten NAVIGON App übernommen.

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Ebenfalls unverändert geblieben ist die Möglichkeit, eine Route mit mehreren Zwischenzielen zu planen und abzuspeichern. Gleiches gilt für die Auswahl eines Ziels direkt aus der Karte. Neben den vorinstallierten Sonderzielen kann auch online nach möglichen Zielen gesucht werden. Den Reality-Scanner, der Sonderziele in der Umgebung in das Bild der Smartphone-Kamera einblendete, hat die neue NAVIGON App nicht mehr mit an Bord.

Die Spracheingabe eines Ziels ist nur über Spracherkennung des iOS bzw. Android Betriebssystems möglich. Einzelne Funktionen der App lassen sich darüber allerdings nicht steuern.

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30 Kommentare zu “Neue NAVIGON App im Test

    1. das geht doch, über einen kleinen Umweg.
      habe Navigon Select über Telekom + Routen Plugin

      Dann Route planen und exportieren. ich schiebe die Wegepunkte immer über die Dropbox auf’s Handy und schin geht’s los.
      Natürlich werden die Punkte eigenständig durch Navigon erneut geroutet, passt aber meist mit der Einstellung „schöne Route“ bzw. müssen dann mehr punkte gesetzt werden.
      Einzigster Nachteil ist, wenn die Punkte nicht sauber gesetzt sind, dann liegt das Ziel schonmal auf der falschen Fahrbahnseite 🙂

      1. „Einzigster Nachteil“ gibt es grammatikalisch nicht – nur „einziger Nachteil“. Ansonsten bißchen viel Blubber…

  1. Erdgas- oder LPG- Tankstellen sind nicht mehr als Sonderziele verfügbar.
    Die Nutzung mit der Garmin-HUD ist auch nicht mehr möglich.

    Da bleibt für Garmin noch einiges zu tun, damit es auf den Stand der „alten“ App kommt.

    1. Hallo Wurzl,

      danke für den Hinweis. Ich hatte einige POI-Kategorien durchgeschaut und da war mit das Fehlen der Tankstellen nicht aufgefallen. Mit dem HUD habe ich es ebenfalls nicht getestet. Ich nehme die Anmerkung im Test auf.

      Danke und Gruß,
      Benni

  2. Mich persönlich stört das verschachtelte Aufrufen des „Nach Hause“ Feldes.
    Das immer wieder sehr langsame Aufrufen, wenn es nicht gerade auf Kosten anderer Porgrammeim Arbeitsspeicher vorhanden bleibt.
    Das idiotische Gezicke, wenn es vom Homescreen z.B. über Nova gelöscht wird, dass dann tatsächlich die Karten erneut heruntergeladen werden müssen. Hier ist etwas gewaltig im Argen.

  3. Im Vergleich zur Konkurrenz ist Navigon viel zu teuer.
    Zudem fehlt noch immer ein genauer Verkehrsdienst wie Tomtom Traffic.
    Wenn Navigon hier nachlegt, könnten Konkurrenten entstehen, die sich wieder gegenseitig Dampf machen. Tomtom ruht sich seit Jahren nur auf seinem perfekten Staudienst aus und vernachlässigt alles andere. Panorama View und POIs auf der Karte vermisse ich schon, aber ein zuverlässiger Verkehrsdienst ist für heutige Navis ein Muss.

  4. Also ich habe die Navigon App schon seit Jahren auf dem Iphone. Das Kartenmaterial, sowie die Routenführung, speziell im Ausland, sind mehr als grenzwertig. Im Hauptreisegebiet zwischen Tarragona und Valencia habe ich auf 6 km d r e i z e h n falsche Abbiege Anweisungen bekommen. Das Kartenmaterial ist grottenschlecht, so werden Staatstrassen die vor mehr als 2 Jahre geändert wurden, aktuell falsch angezeigt. Aber zum Trost, TomTom ist genauso schlecht. Mittlerweile verlasse ich mich nur noch auf Google Maps – das ist aktuell.

  5. Für den Preis ist das was geboten wird hier einfach nicht ausreichend. Google Maps funktioniert deutlich zuverlässiger, das Kartenmaterial ist besser und obendrein ist es auch noch kostenfrei.

    Die Maps kann ich mir ja vor der Reise auch herunterladen.

  6. Habe schon Garmin, TomTom Go, Navigon, Here, Sygic, Route 66 etc. getestet. Mein absoluter Favorit ist jetzt Google Maps Fahrmodus.

  7. Eure Aussage, dass die Routingprofile Pkw, Motorrad, Lkw und Fahrrad bei der Routenberechnung nicht für optimierte Routen berücksichtigt werden, ist falsch! (Navigon Europe v 5.7.0)
    Probiert es einfach mal in einer Großstadt aus.
    Stört Euch die noch immer zu kleine Schrift nicht?

    1. Hallo,

      dieser Test bezieht sich nicht auf NAVIGON Europe, sondern auf die neue NAVIGON App. Dort gibt es keine Profile mehr für die einzelnen Fahrzeugtypen.

      Viele Grüße,
      Benni

  8. Sprachausgabe

    Was ich Navigon insbesondere vorwerfe ist, dass man (obwohl schon seit langem bekannt) das Problem mit der Sprachausgabe scheinbar nicht lösen will!!!
    Bei mir (und vielen vielen vielen anderen usern – wie ich mich googlenderweise überzeugt habe) bleibt die Sprachausgabe weg, wenn irgendwo (z.B. in meinem Auto wegen der Freisprechanlage) bluetooth aktiviert ist.
    Ich habe alles probiert (wie viele viele viele andere user auch).
    Komisch, dass es bei anderen Apps (z.B. google maps, osmand, …) mit der Sprachausgabe klappt.
    Ich habe auch probehalber die neue Navigon-App installiert – wieder das gleiche…
    Eigenartig!!!

    Matthias B.

  9. Hallo,
    gibt es keine Möglichkeit Koordinaten einzugeben um das Ziel zu finden?
    Um Hilfe wird gebeten!

  10. Servus ,

    wenn ich  kurz vor dem Ziel angelangt bin und ich noch mal nach der genauen Hausnummer schauen will finde ich nirgends die eingegebenen Adresse geschweige denn die bloße Hausnummer. Gibt es da einen Trick?

    Oder muss man tatsächlich das ganze Menü zurück tippen und dann unter letzte Ziele suchen?

    grüsse

  11. Als Biker öffne ich die App mit „Ok Google, Navigon starten“. Ist es möglich, den Zielort sprachgesteuert einzugeben, also ohne dass man die Handschuhe ausziehen muss?
    Gruß
    Uwe

    1. Hallo Uwe,

      die NAVIGON App für iOS wurde gerade um eine Sprachsteuerung erweitert. Wir haben uns das hier angeschaut http://www.pocketnavigation.de/2016/12/neues-navigon-update-ios-sprachsteuerung/

      Allerdings funktioniert aktuell noch keine Eingabe von kompletten Adressen per Sprache. Das soll in einer späteren Version folgen. Diese bislang nur für iOS verfügbare Version soll bald auch auf Android Geräte kommen. Also noch etwas Geduld, die Entwicklung geht auf jeden Fall hin zu der von Dir benötigten Funktion 🙂

      Gruß,
      Benni

  12. Irgendwie muss bei der neuen Navigonversion etwas beim GPS Fix oder der Positionsfindung geändert worden sein. (weiß nicht wie ich es ausdrücken soll) Beispiel: ich fahre auf der Autobahn unter einer Brücke durch, plötzlich denkt das Navi ich befinde mich auf der Brücke und der Bilschirm fängt sich wild an zu drehen und das Navi will mich wieder auf den richtigen Weg bringen. Oder ich stehe hier in meiner Stadt ruhig an einer Ampel plötzlich weiß es nicht mehr wo ich bin und das Navi denkt ich stehe an der Querstraße.
    Ich dachte erst, es würde an meinem neuen „preiswerten“ Tablet (Samsung GALAXY Tab A SM-T280) liegen. Auf meinem S4mini hatte ich mit der neuen Version plötzlich die gleichen Probleme!!! Somit habe ich bei beiden Geräten wieder die alte Version installiert und siehe da, keine Probleme mehr!
    Es handelt sich bei mir allerdings um die Amazonversionen (8.8.2 neu und 8.7.1 alt)

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